17.11.2016

Weltfrühchentag: Zum Tag ins Leben


Der 17. November ist der Weltfrühchentag. Im St. Marien-Hospital ein Grund die kleinen Helden zu feiern. Weltweit ist jedes 10. Baby ein Frühchen.

GFO Kliniken Bonn, St. Marien-Hospital

Liebevoll haben die Pflegenden heute  zum Weltfrühchentag die Station geschmückt. 18 Frühchen und erkrankte Neugeborene Babys werden zurzeit auf der Neonatologischen Überwachungsstation mit Krankheitsbildern wie beispielsweise Unterzuckerung, Gelbsucht, Infektionen, ausgeprägter Unreife mit  einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 g, behandelt. Luftballons und kleine Schleifchen schmücken die Babybettchen auf der Station. Klar, die Kleinen bekommen nichts davon mit, dass sie heute für einen starken Start gefeiert werden. Aber im Kontakt mit den Eltern, die viel Zeit mit ihren Kindern auf Station St. Raphael, der Frühchenstation, verbringen, wird klar, für sie ist jeder Tag ein Feiertag. Sie feiern die Entwicklung ihrer Babys und lassen sich von den Pflegenden die Versorgung erklären. Wir bieten auch vier Mutter-Kind Räume an, damit Mütter hier in Ruhe mit dem Kind zusammen sein können. Das ist eine große Erleichterung für stillende Mütter oder Mütter, die nicht in der Nähe wohnen.

Mit der steigenden Geburtenzahl (in unserer Klinik  2322 Neugeborene im Jahr 2015), steigt auch die Zahl der zu versorgenden Frühgeborenen, die im St. Marien behandelt werden. Das Krankenhaus gehört zu den TOP 3 Geburtskliniken in NRW. Die Eltern werden vor, während und nach der Geburt durch ein Expertenteam betreut. Die individuelle perinatologische Betreuung der Schwangeren durch die Geburtshelfer und Neonatologen ist die Grundlage der Behandlung im St. Marien-Hospital. Die enge Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie und der Pädiatrie unter einem Dach, ermöglicht es uns, insbesondere Risikoschwangere und ihre Kinder optimal zu versorgen. Falls ein operativer Eingriff notwendig werden sollte, kann dieser selbst bei kleinsten Frühgeborenen ohne lange Transportwege in unserer Klinik von hochspezialisierten Chirurgen durchgeführt werden.
Auch für Neugeborene, die krank oder zu früh in einer der neun umliegenden Kliniken mit Geburtsabteilung oder dem Geburtshaus geboren werden, steht unser Baby-Notfall-Team 24 Stunden an sieben Tagen die Woche für die Erstversorgung zur Verfügung. Nach Stabilisierung werden die Kinder in unsere Klinik verlegt. Diese Einsätze finden jährlich in mehr als 100 Fällen statt.
Wir arbeiten eng mit dem „Bunten Kreis“ zusammen, einem Verein, der Hilfe jedweder Art für Eltern mit ehemals zu früh geborenen Kindern, aber auch bei Kindern mit schwerster Beeinträchtigung anbietet. Ebenso erhalten die Eltern durch das Netzwerk „Frühe Hilfen Bonn“ zahlreiche Angebote und schnelle Hilfe in Krisensituationen.
Bei Problemsituationen, die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt auftreten, nimmt unsere Familienhebamme Kontakt zu den Müttern / Vätern auf und bietet  Unterstützung an, die aus vielen Versorgungsangeboten und Vernetzungen passend ausgewählt wird.