St. Franziskus-Hospital
Die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des St.-Marien-Hospitals befindet sich im Ortsteil Kessenich im so genannten "Klösterchen" und bietet stationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Krankenhausbehandlung für Patienten aus Bonn und Umgebung an.
Unser Flyer zum Downloaden
Behandlungsspektrum
Auf unserer psychosomatischen Station werden Patienten behandelt, die an schweren Formen von
- "somatoformen“ Störungen (körperbezogenen Beschwerden ohne erklärenden Organbefund, z. B. funktionellen Herz- oder Bauchbeschwerden, chronischen Schmerzen ohne hinreichende körperliche Ursache),
- einer Belastungsreaktion nach psychischer Traumatisierung,
- Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa) oder
- an psychischen Störungen wie einer Angsterkrankung oder Depression leiden.
Aufgenommen werden Patienten, die in eine akute schwere psychosomatische Krise geraten sind, in der es ihnen unmöglich geworden ist, Alltagsanforderungen zu erfüllen, oder bei denen sich ambulante Behandlungsmaßnahmen als nicht mehr ausreichend erwiesen haben.
Therapiekonzept
Der Schwere der behandelten Krankheitszustände entspricht unser intensives Therapieangebot. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an einem modernen psychoanalytischen Behandlungskonzept, das auch verhaltenstherapeutische Therapieelemente in Einzel- und Gruppentherapie einbezieht. Der therapeutische Ansatz ist multimodal: hoch dosierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie als zentrale Elemente werden mit nicht-verbalen Verfahren (Formen der körperbezogenen und der die Kreativität ansprechenden Psychotherapie) verbunden. Ergänzt wird dieser Ansatz durch krankheitsspezifisch ausgerichtete Angebote des Pflegeteams. Im Einzelfall wird die Psychotherapie durch eine medikamentöse Behandlung unterstützt.
Kreativtherapien spielen eine große Rolle in der Behandlung von
psychosomatisch erkrankten Patienten. Hier bespricht die Gestaltungstherapeutin V. Brieden Bilder, die Patienten gemalt haben.
Ihr Aufenthalt
Veränderung durch Psychotherapie setzt eine hilfreiche, von Vertrauen getragene Beziehung zwischen Patienten und behandelndem Team voraus. Die Entwicklung einer solchen Beziehung braucht Zeit und durchläuft nicht selten Krisen. Der Therapieerfolg setzt meist erst nach mehreren Wochen ein. Die psychotherapeutische Behandlung wird auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmt. Im Rahmen eines wohnortnahen Konzepts werden Kontakte zwischen den Patienten und ihrer Alltagsumgebung, abhängig von den Erfordernissen des Einzelfalls, gefördert. Bei sozialen Problemen steht unsere Sozialarbeiterin beratend zur Verfügung, für die diagnostische Abklärung körperlicher Beschwerden können die verschiedenen Abteilungen des St.-Marien-Hospitals zu Rate gezogen werden.
Pressespiegel
- 30 Jahre St. Franziskus in der Presseinformation
- Chronischer Tinnitus (Presseinfo 2007) in Zusammenhang mit psychischen Risikofaktoren wir Unzufriedenheit mit dem Leben, höherer Grad an Angst, Schlafstörungen.
Wissenschaftliche Arbeiten von Priv.-Doz. M. Langenbach, u.a.:
- Wenn ein fremdes Herz in der Brust schlägt, "Welt" 2009, mehr dazu
- Unsere Regeln lassen Hintertüren offen - Herzstück der immer unfertigen Psychoanalyse, (FQS, Forum: Qualitative Sozialforschung 09), mehr dazu...
- Körper, Leib und Leben, wissenschaftliche und praktische Traditionen im ärztlichen Blick auf den Patienten. (Heft 2,2006, Zeitschrift: ZBBS), mehr dazu...
- Essstörungen bei jungen Frauen, die unbewusst mit ihrem Vater identifiziert sind, mehr dazu..
- Tinnitus
- Ich-Identität
- Burnout